Der Gründer und Leiter des RPP-Institutes, der Wiener Neurologe und Psychiater Raphael M. Bonelli, erklärte, was im pathologisch antireligiösen Menschen vorgeht. Warum begegnet dieser den Gläubigen mit Aggression? Es sei immer ein Schmerz, eine Kränkung, welche Aggression auslöst. Laut Bonelli existieren drei Kränkungen des modernen Menschen, die Anlass für die Abneigungen gegenüber religiösen Menschen sind: Die erste Kränkung bestehe darin, dass Gott nicht tot ist, wie Friedrich Nietzsche vor 150 Jahren verkündet habe, denn immer mehr – oft junge – Menschen unterwerfen sich einem transzendenten Prinzip und richten ihr Leben nach den Geboten Gottes und den Regeln ihrer Religion aus. Die zweite Kränkung bestehe in der eigenen Schuldhaftigkeit. Trotz der boomenden alternativen Ethikangebote, die letztlich farblos, inhaltsleer, beliebig seien, existierten weiterhin moralische Instanzen, die uns Sünde und Schuld vor Augen führen. Zuletzt, als dritte Kränkung, existiere die Eifersucht des antireligiösen Menschen auf den Gläubigen, der bei Gott Liebe, Sicherheit und Geborgenheit findet. Es seien besonders drei Gruppen, die bei antireligiösen Menschen anecken: gottesfürchtige Muslime, bibelfeste Evangelikale und romtreue Katholiken, denn ihre Lehre ist verbindlich und nicht manipulierbar.
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