Auch die Großstadt birgt irgendwie eine Gefahr in sich. Bonelli: „Im anonymen Lebensstil einer Großstadt sind Menschen weitaus verletzlicher als in einem stabilen sozialen Umfeld, wie es am Land häufig noch vorhanden ist.“ Heraushelfen kann unter anderem professionelle Hilfe durch Psychotherapie. Linden nennt es „Weisheitstherapie“ (Unterform der Verhaltenstherapie; es geht dabei auch um Perspektivenwechsel, Verständnis der Situation des „Täters“, Relativierung der Subjektivität).

 

Bonelli setzt zudem gerne die systemische Therapie ein. „Wenn sich der Klient darauf wirklich einlässt, kann er in drei bis zwölf Monaten geheilt sein.“ Wichtig, so Bonelli, sei dabei auch, Unveränderliches zu akzeptieren und nach vorne zu blicken anstatt in der Vergangenheit zu wühlen und in der Schuldzuweisung-Maschinerie zu versteinern. „Sonst bleibt man ewiger Verlierer und Glücklichsein ein Fremdwort.“ Und wer wollte das schon?

Der gesamte Artikel kann in der Tageszeitung Die Presse nachgelesen werden.