Das Buß-Sakrament ermöglicht, dass ein „Mea culpa” gesprochen werden kann, es bietet einen sicheren Rahmen mit Lösungsvorschlag. Die Beichte führt die Schuld zurück in die Normalität und erreicht somit eine Enttabuisierung.
In Wirklichkeit ist Schuldig-Werden eine zutiefst menschliche Erfahrung, wir sind sehr häufig Opfer und Täter gleichzeitig. Das Leben besteht darin, Unrecht zu erleiden und Unrecht zu tun.
Wenn die Kirche die häufige Beichte empfiehlt, befreit sie vom Perfektionismuszwang des Zeitgeistes. Sie macht den Menschen auch fähiger, selbst anderen zu verzeihen, die an ihm schuldig geworden sind.
Das ganze Interview kann in der Wochenzeitung der Erzdiözese Wien Der Sonntag nachgelesen werden.